Die Vereinsgründung von 90 Jahren nahm der Heimat- und Volkstrachtenverein Türkheim zum Anlass, gemeinsam mit den Paten- und Ortsvereinen zu feiern. Ein kleiner Festzug formierte sich vom Schloßplatz zur Kirche, wo Pfarrer Bernhard Hesse gemeinsam mit Kaplan Martin Skalitzky und Diakon Gerhard Hummel den Festgottesdienst zelebrierte.

Daran schloss sich ein Heimatabend in der Mehrzweckhalle des Gymnasiums Türkheim, der viel Abwechslung bot. Die Anwesenden wurden mit einem gemeinsamen Mundartlied begrüßt, die weitere Ansage hatte Manfred Stadler übernommen. Der gastgebende Verein zeigte sich sehr stark sowohl bei den Aktiven als auch der Jugend.

22 Kinder umfasst derzeit die von Brigitte Haas und Andrea Lutz geführte Jugendgruppe, man spürte die Freude, mit der die Kinder bei der Sache waren.

Die Aktiven gefielen mit Plattlern und Tänzen, dabei waren auch der nicht immer gezeigte Steckentanz, der Riedelsbacher Dreher und die Rheinländer Kutsche mit 8 Paaren.

Sowohl Bürgermeister Sebastian Seemüller als auch die stellv. Landrätin des Landkreises Ostallgäu Heidemarie Zacher bedachten die Arbeit des Türkheimer Trachtenvereins mit launigen Worten und auch mit jeweils einem Scheck für die Jugendarbeit.

Bürgermeister Seemüller würdigte öffentlich die Zivilcourage von Andrea Lutz bei der Ergreifung eines Straftäters und übergab ihr ein scherzhaftes Mitbringsel in Form von Handschellen, damit eine Ergreifung von Tätern künftig erleichtert wird. Gern ließ er sich von Andrea Lutz „an die Kette“ nehmen.

Musikalische Farbtupfer im Unterallgäu sind die Alphornbläser Markt Rettenbach, wie immer verstärkt durch Landrat a.D. Hermann Haisch.

Die Westendorfer Tanzlmusi unter der Leitung von Michael Fleschhut übernahm die musikalische Gestaltung und spielte auch gekonnt zum Boarischen Tanz auf.

Große Heiterkeit löste der „Einfall“ der Sieben Schwaben aus. Die Geschichte ist ein Erzählstoff von ein paar tölpelhaften Schwaben, die schon von Hans Sachs erwähnt wird. Sieben Schwaben begeben sich auf die Jagd, um ein Ungeheuer im Bodensee zu besiegen, welches sich letztendlich als harmloser Hase entpuppt. Der Allgäuer, Seehas, Nestelschwaub, Blitzschwaub, Spiegelschwaub, Gelbfüssler und Knöpfleschwab steht stellvertretend für die Eigenschaften, die man den Bewohnern der jeweiligen Region zuschreibt.

Natürlich bietet ein Jubiläum auch den Rahmen für die Ehrung von verdienten Mitgliedern. Hervorzuheben ist hier Manfred Stadler, der dem Türkheimer Verein seit 60 Jahren die Treue hält und immer aktiv war und auch noch ist.

Auch Gauvorstand Marianne Hinterbrandner würdigte die Verdienste von Manfred Stadler, der von 1974 bis 1984 der erste Gauvolksmusikwart war und viele Impulse gegeben hat.

Das Ehrenzeichen für 25-jährige Zugehörigkeit zum Gau konnte an Wilfried und Sonngard Schropp sowie an Vorstand Josef Scharpf verliehen werden.

Ein herzliches Vergelt’s Gott an den Heimat- und Volkstrachtenverein Türkheim!

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